Ständerat

Der Ständerat, die «kleine Kammer», vertritt die Kantone. Er setzt sich aus 46 Mitgliedern zusammen, die für eine Amtsdauer von vier Jahren ebenfalls vom Volk gewählt werden. Unabhängig von seiner Bevölkerungszahl entsendet jeder Kanton zwei Vertreter in den Ständerat, mit Ausnahme der sechs Halbkantone Appenzell-Ausserrhoden, Appenzell-Innerrhoden, Obwalden, Nidwalden, Basel-Stadt und Basel-Land, die Anrecht auf nur je 1 Vertreter im Ständerat haben.

Die Mitglieder des Ständerates vertreten zwar die Kantone, handeln aber ohne jegliche Instruktionen seitens ihrer Regierung oder ihres Kantonsparlaments.

Kompetenzen und Arbeitsweise

Der National- und der Ständerat versammeln sich vier Mal jährlich zu je dreiwöchigen Sessionen. Die zwei Kammern entscheiden über Verfassungsänderungen, bevor diese dem Volk zur Abstimmung vorgelegt werden. Ausserdem verabschieden sie neue Gesetze und ändern bestehende oder schaffen solche ab. Den beiden Kammern obliegt auch die Ratifizierung internationaler Abkommen.

Die vereinigte Bundesversammlung, die sich aus den beiden Kammern zusammensetzt, tagt mindestens einmal pro Jahr, in der Regel im Dezember. Ihr obliegt in erster Linie die Wahl der Mitglieder des Bundesrates und des Bundesgerichtes.

Die Bundesversammlung ist ein Milizparlament (oder Halbberufsparlament), da die meisten Ratsmitglieder daneben noch einem Beruf nachgehen. Ein Schweizer Parlamentsabgeordneter wendet durchschnittlich 60% seiner Arbeitszeit für sein Mandat auf.

Synonym:
Ständerat, der Ständerat
« Zurück zur Übersicht